Imposante Integration - Annette Karl lobt Konzept der Arbeitsagentur

Veröffentlicht am 27.04.2016 in Lokalpolitik

Annette Karl, MdL zusammen mit Herrn Thomas Würdinger, Chef der Arbeitsagentur (Bild: sbü)

"Ich bin beeindruckt, wie professionell die Arbeitsagentur Weiden auf die Herausforderung durch die Integration der Flüchtlinge aufgestellt ist." So formulierte Landtagsabgeordnete Annette Karl ihre Eindrücke am Ende ihres Informationsbesuchs bei Agenturchef Thomas Würdinger.

Bei der Unterredung wurde eingehend erläutert, dass das Integrationskonzept für Flüchtlinge hauptsächlich in einem modulartigen Einsatz der vorhandenen Förderinstrumente, entsprechend dem individuellen Bedarf, bestehe. Eine wichtige Rolle soll dabei die Einstiegsqualifizierung spielen, die einer beruflichen Ausbildung vorgeschaltet werden kann.

Kapazitäten vorhanden

Laut Würdinger verfügt die Agentur derzeit auch über zusätzliche finanzielle und personelle Kapazitäten für diese Integrationsaufgaben. Wichtig war dem Agenturchef die Feststellung: "Kein einziger der bisherigen Arbeitslosen wird durch unsere Aktivitäten für Flüchtlinge irgendeinen Nachteil erleiden." Annette Karl versprach, sich für zusätzliche Personalkapazitäten für die Agentur einzusetzen, wenn aus den Integrationsklassen- und Lehrgängen künftig deutlich mehr Flüchtlinge ausscheiden.

Breiten Raum nahm bei der Unterredung auch die verfestigte Langzeitarbeitslosigkeit - vor allem im Gebiet der Stadt Weiden - ein. Eine Ursache sieht Würdinger darin, dass "der Helfermarkt nicht mehr da ist". Seit vielen Jahren sei unter anderem auch deshalb der Anteil der Arbeitslosen im Hartz-IV-Bereich in Weiden so hoch geblieben. Einigkeit bestand bei den Gesprächspartnern darüber, dass je früher bei jungen Menschen in den betroffenen Hartz-IV-Familien Förderinstrumente eingesetzt werden könnten, desto besser neu entstehender Langzeitarbeitslosigkeit vorgebeugt werden könne. Annette Karl: "Genau deswegen haben wir im bayrischen Landtag einen Gesetzentwurf eingebracht, der einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Ganztagesschule vorsieht."

Kinderbetreuung

Weitere Themen waren die insgesamt gute Arbeitsmarktentwicklung in der Region und die Förderung der Erwerbsbeteiligung von Frauen durch Qualifizierungsmaßnahmen und durch ausreichend zur Verfügung stehende Plätze für Kinderbetreuung. Auch eine möglichst große Bereitschaft der Arbeitgeber für flexible Teilzeitmodelle könne sich positiv auf die Beschäftigungssituation der Frauen auswirken.

 

(Quelle: Oberpfalznetz vom 27. April 2016; sbü)

 
 

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