SPD-Expertin Karl wirft Seehofer zur Landesentwicklung gebetsmühlenartige Wiederholung alter Ankündigungen vor

Landespolitik

Die Sprecherin der Landtags-SPD für Fragen des ländlichen Raums zu Seehofers Rede auf dem heutigen Demographie-Kongress in Barbing
„Handeln statt reden! Die ländlichen Regionen Bayerns brauchen endlich konkrete Taten von Seiten der Staatsregierung nicht die gebetsmühlenartig wiederholte Ankündigung, jetzt bald was tun zu wollen.

Angesichts ständig wachsender Disparitäten in Bayern, der drohenden wirtschaftlichen Abkopplung der ländlichen Kreise im ehemaligen Zonenrandgebiet, der nicht gebremsten Abstimmung mit den Füßen im Norden Bayerns braucht es keine weiteren Plauderstunden wie im völlig überflüssigen Staatssekretärsausschuss, sondern Konzepte und sofortige Umsetzung", so die stellvertretende Vorsitzende der Bayern-SPD und Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion für den ländlichen Raum, Annette Karl, zu den Ausführungen von Ministerpräsident Seehofer beim Demographie-Kongress in Barbing.

Karl: "Die SPD hat ihre Konzepte vorgelegt, Herr Ministerpräsident Seehofer, ich fordere Sie auf, sie umzusetzen, statt weiter wortreiche Ankündigungen zu machen, denen keine Taten folgen. Sie haben bereits im Oktober einen Masterplan der Staatsregierung zur Breitbandentwicklung angekündigt, nichts ist seitdem geschehen. Die Realisierung unserer Forderung nach Installierung der Versorgung mit schnellem Internet als Aufgabe der Daseinsvorsorge ist Grundlage eines jeden Masterplans und unverzüglich über eine Bundesratsinitiative anzugehen."

"Wir fordern eine fachlich begründete Weiterentwicklung des Landesentwicklungsprogramms als raumordnerisches Gestaltungselement, keinen landesentwicklungspolitischen Kahlschlag", so die SPD-Abgeordnete weiter. "Geben Sie den Menschen in den ländlichen Regionen Bayern klare Zukunftsperspektiven und endlich die Gestaltungsmacht, die vor Ort vorhandenen Konzepte selbstverantwortlich umzusetzen. Dafür brauchen wir eine regionalisierte Strukturpolitik. Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort nehmen die Lösung der Probleme schon jetzt mit großem Nachdruck selbst in die Hand, geben Sie ihnen die ausreichenden finanziellen Mittel dazu an die Hand in Form von Regionalbudgets. Alle zentralen Gesprächskreise, Koordinierungsgremien und Ausschüsse zum ländlichen Raum haben sich in den letzten 20 Jahren als reine Quasselbuden erwiesen, die keinerlei substantielle Wirkung zeitigten. Übertragen Sie den Regionen die Mittel und die Macht, die Herausforderungen zu stemmen, das spart Bürokratie und weitere vertane Zeit!"

 
 

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?In der kommenden Plenarwoche fordern wir als Abgeordnete sowohl den Rat als auch die Kommission auf, zum aktuellen Vorgehen Frankreichs Stellung zu nehmen und eine klare rechtliche und politische Überprüfung mit EU-Recht vorzunehmen. Für mich als SPD-Europaabgeordnete ist klar, dass Roma die gleichen EU-Rechte haben, wie alle Unionsbürger. Dazu zählt vor allem das Recht, sich innerhalb der EU frei zu bewegen.

Der heute einstimmig und parteiübergreifend gefasste Beschluss der Bauminister der Bundesländer ist eine weitere schallende Ohrfeige für CSU-Verkehrsminister Ramsauer. Auch der Freistaat Bayern lehnt die Pläne Ramsauers ab, die Städtebauförderung zu halbieren. Zuvor hatten sich nicht nur das Handwerk, die SPD-Bundestagfratkion und der Städtetag gegen die Kürzungspläne ausgesprochen.

Zur Reaktion von CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich auf den Beschluss des Kabinetts zum Sparpaket erklärt der Vorsitzende der BayernSPD Florian Pronold:

Im Anschluss an die Sondersitzung des Verteidigungsausschusses zur Reform der Bundeswehr teilt die Vorsitzende Dr. h. c. Susanne Kastner, Präsidiumsmitglied der BayernSPD, mit:

Thilo Sarrazin passt mit seiner biologistischen und rassistischen Theorie nicht ins Menschenbild der SPD. Die Entscheidung des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel und des SPD-Präsidiums, ein Ausschlussverfahren einzuleiten ist daher richtig. Dabei geht es nicht darum, unbequeme Thesen zu unterdrücken und Sarrazin mundtot zu machen. Seine menschenverachtende Ideologie widerspricht jedoch dem urdemokratischen Grundgedanken vom Wert jedes Menschen.

Bayerns Umweltminister Markus Söder schlägt vor, die Laufzeiten der sieben ältesten Kernkraftwerke um zehn Jahre und die aller anderen um 15 Jahre zu verlängern. Dazu Ludwig Wörner, der energie- und umweltpolitische Sprecher der bayerischen SPD-Landtagsfraktion: ?Herr Söder soll dann aber auch sagen, dass dann allein in Bayern bis zu zwei Millionen Kilogramm hochradioaktiver Atommüll zusätzlich anfallen?.

Die SPD-Hochschulsprecherin Isabell Zacharias nennt die heutigen Äußerungen der Minister Heubisch und Spaenle zum doppelten Abiturientenjahrgang aus G8 und G9 im Jahr 2011 blauäugig. "Die bayerischen Hochschulen sind für diesen Ansturm nur unzureichend für den gewappnet", erklärt Zacharias. ?Dieser Jahrgang wird den Koalitionsstreitereien von CSU und FDP in Bayern geopfert. Weder die Anzahl der Studienplätze noch die Hochschul- und Personalausstattung und schon gar nicht die soziale Infrastruktur sind auf den Ansturm der Studierenden im kommenden Jahr ausgerichtet", so die hochschulpolitische Sprecherin der Landtags-SPD.

Der Wirtschaftsförderung des Bundes für strukturschwache bayerische Regionen droht das Aus. Davor warnt die Hofer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion, Petra Ernstberger. Da die Bundesregierung bereits im Haushaltsentwurf für 2011 eine schmerzhafte Kürzung der Mittel vorgenommen habe, bestünde laut der Abgeordneten ?die ernstzunehmende Gefahr, dass die schwarz-gelbe Mehrheit im Haushaltsausschuss des Bundestages die Gelder komplett zusammenstreicht?.

Seit Jahren fordert die SPD-Landtagsfraktion mehr Einsatz der CSU und der Staatsregierung beim Ausbau der Ganztagsschulen. "Wie der jüngste Bildungsmonitor zeigt, ist Bayern beim Ausbau der Ganztagsschulen Schlusslicht unter allen Bundesländern und deckt nicht annähernd den Bedarf", stellte die SPD-Bildungspolitikerin Karin Pranghofer am Sonntag fest und fordert als Konsequenz daraus für Bayern die Einführung eines Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsschulplatz.

Übermorgen beginnt das neue Ausbildungsjahr. In Bayern warteten nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Juli noch mehr als 20.000 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz. Damit vergeuden die bayerischen Unternehmen das Potenzial von 20.000 Fachkräften.

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Der SPD-Rechtspolitiker Horst Arnold begrüßt den Gesetzentwurf der Bundesregierung für ein Beschäftigtendatenschutzgesetz, hält ihn jedoch für nicht ausreichend. Arnold: ?Echter Arbeitnehmerschutz bedarf umfassenderer und klarerer Regelungen." Nach einer Reihe von Skandalen in Unternehmen wie Lidl, der Deutschen Bahn oder der Deutschen Telekom habe die Bundesregierung zwar endlich reagiert, der jetzt vorliegende Gesetzentwurf reiche aber nicht aus, um die Beschäftigten in Zukunft wirksam zu schützen.

 

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