Im Wein liegt großes Potenzial für Unterfrankens Zukunft

Wirtschaft


Besuch des "Weingut am Stein"

SPD-Wirtschaftspolitiker besuchen das „Weingut am Stein“ und führen Gespräche mit Weinbauexperten

Die führenden bayerischen SPD-Wirtschaftspolitiker Dr. Paul Wengert und Annette Karl, beide Mitglieder im Wirtschaftsausschuss des Bayerischen Landtags, widmeten sich im Rahmen ihres ganztägigen Informationsbesuchs in Unterfranken auch dem Wein als Wirtschafts- und Wertschöpfungsfaktor.

Während des Besuchs beim „Weingut am Stein“, der auf Vermittlung des örtlichen Landtagskollegen Volkmar Halbleib zustande kam, und bei einem Fachgespräch mit den führenden Weinbauexperten der Region gab es Informationen aus erster Hand.

Weingutbesitzer Ludwig Knoll demonstrierte und erläuterte den Besuchern, wie man mit neuen Ideen, Individualität und moderner Architektur neue Akzente und Maßstäbe im Weinbau setzen kann. „In Deutschland und in Europa sollte das Ziel nicht sein, möglichst viel oder am Ende alles zu reglementieren, was mit Weinbau zu tun hat. Nein, den Winzern muss der nötige Freiraum gegeben werden, um Neues und Phantasiereiches umsetzen und hervorragende Qualität erreichen zu können“, gab er den Politikern mit auf den Weg. Knoll ist überzeugt davon, dass sich auf Dauer nur Eigenständiges und wirklich gute Qualität durchsetzen und halten wird.

Auch für Dr. Paul Wengert bedingen sich erfolgreicher Weinbau, Gastronomie und Tourismus, jede Sparte profitiert von der jeweils guten Qualität der anderen.

Im Gespräch mit Andreas Oehm, Vizepräsident des Fränkischen Weinbauverbandes, Dr. Hermann Kolesch vom Landwirtschaftsamt Kitzingen und Hermann Mengler, Fachberater für Kellerwirtschaft und -technik, kamen die technischen Entwicklungen der letzte dreißig Jahre, ebenso der Wandel des Geschmacks der Weintrinker zur Sprache. Wein, kombiniert mit einem umfangreichen Genussangebot, ist gefragter denn je. Dies bringe auch eine neue begrüßenswerte Art des Tourismus mit sich, Weinkauf beim Winzer verbunden mit ein oder zwei Übernachtungen, Besuch eines Museums und eines Restaurants.
Die SPD-Wirtschaftspolitiker zogen zum Ende ihres Besuchs die Bilanz, dass der Freistaat in seiner Eigenwerbung viel mehr mit den main- und weinfränkischen Pfunden wuchern sollte, statt -wie meist- nur auf die allgegenwärtigen schneebedeckten Alpen, Bergseen und Almkühe zu setzen. „Davon würde Franken profitieren, schließlich war es schon immer ein erklärtes Ziel der Staatsregierung, in allen Regionen Bayerns gleiche Lebens- und Strukturbedingungen zu schaffen. Es ist an der Zeit, dass dieses Ziel endlich erreicht wird“, forderte Halbleib abschließend.

Bildunterschrift: Ludwig Knoll, Annette Karl, Volkmar Halbleib und Dr. Paul Wengert vor einem Fass aus Sichtbeton, im dem Ludwig Knoll bereits zum zweiten Mal Silvaner ausbaut.

 
 

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